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Serielles Sanieren: Warum die neue Rahmenvereinbarung SerSan 1.0 den Markt verändert

Serielles Sanieren wird mit der neuen Rahmenvereinbarung SerSan 1.0 zum Marktstandard. Was das für Immobilieneigentümer in der Pfalz und Rheinhessen bedeutet.

Energetische Sanierung in Deutschland: Zu langsam, zu teuer, zu kleinteilig

Wer den deutschen Gebäudebestand kennt, weiß: Die energetische Sanierung kommt bislang kaum vom Fleck. Einzelprojekte, fehlende Standards und hohe Kosten bremsen den dringend nötigen Wandel. Genau hier setzen der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und die Deutsche Energie-Agentur (Dena) gemeinsam an – mit einem Ansatz, der aus Einzelmaßnahmen einen skalierbaren Standard machen soll: das serielle Sanieren.

Als Immobilienentwickler im Großraum Pfalz und Rheinhessen beobachten wir bei Effenzio Immobilienentwicklung GmbH diese Entwicklung sehr genau. Denn was auf nationaler Ebene als Rahmenvereinbarung gestartet wird, hat direkte Auswirkungen auf Immobilienwerte, Sanierungskosten und die Zukunft von Wohngebäuden in unserer Region.

Was steckt hinter „Serielles Sanieren 1.0″ (SerSan 1.0)?

GdW, HDB und Dena haben die europaweite Ausschreibung für die neue Rahmenvereinbarung „Serielles Sanieren 1.0″ (SerSan 1.0) gestartet. Die Bekanntmachung wurde auf der zentralen EU-Plattform TED veröffentlicht. Das Projekt baut auf den Erfahrungen mit den bestehenden Rahmenvereinbarungen zum seriellen, modularen und systemischen Bauen (SMSB) auf.

Das Ziel ist klar formuliert: Standardisierte Prozesse und industrielle Vorfertigung sollen Sanierungen schneller, kostengünstiger und kapazitätseffizienter machen. GdW-Hauptgeschäftsführerin Ingeborg Esser brachte es auf den Punkt: „Mit der Rahmenvereinbarung wollen wir das serielle Sanieren vom Einzelprojekt in die breite Anwendung bringen.“

Das Projekt wird begleitet vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) – ein klares Signal für politischen Rückhalt auf höchster Ebene.

Drei zentrale Ziele der Rahmenvereinbarung

Die Wohnungswirtschaft verfolgt mit SerSan 1.0 drei konkrete Ziele:

  • Strukturierte und verlässliche Prozesse für Wohnungsunternehmen schaffen
  • Den Markt für serielle Sanierungslösungen aktiv beschleunigen und skalieren
  • Die Energiewende und die Klimaziele im Gebäudesektor aktiv unterstützen

Kompetenz trifft Klarheit: Wer als Wohnungsunternehmen oder Immobilieneigentümer auf standardisierte Lösungen setzt, profitiert von kalkulierbaren Prozessen, verlässlichen Kostenrahmen und planbaren Umsetzungszeiten – schnell, sicher, stressfrei.

Wirtschaftliche Dimension: Ein Markt mit enormem Potenzial

Die Zahlen sprechen für sich. Dena-Experte Nico Gorsler zeigt sich überzeugt, dass sich das serielle Sanieren zum Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft entwickelt. Bislang sind laut seiner Einschätzung zwei Milliarden Euro in diesem Segment umgesetzt worden. Bis 2045 könnte sich das Marktvolumen auf 500 Milliarden Euro erhöhen – mit spürbaren positiven Effekten auf den Arbeitsmarkt. „Neue Qualifikationen sind gefragt, neue Jobs entstehen, der Mittelstand und ganze Regionen können davon profitieren“, so Gorsler.

Auch Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer HDB, betont: Um die Klimaziele bis 2045 im Bestand zu erreichen, braucht es bautechnische Lösungen, die Geschwindigkeit, Qualität und Wirtschaftlichkeit vereinen. Skalierbare Sanierungskonzepte für ganze Quartiere und Wohnungsportfolios rücken damit in den Fokus.

Wie läuft die Ausschreibung ab?

Die Ausschreibung zu „Serielles Sanieren 1.0″ umfasst vier Angebotsregionen und vier Fachlose:

  • Energetische Sanierung der Außenwand
  • Sanierungen auf dem Effizienzhausniveau EH85
  • Sanierungen auf dem Effizienzhausniveau EH70
  • Sanierungen auf dem Effizienzhausniveau EH55

Die Angebote können anhand von fünf Stellvertretergebäuden kalkuliert werden. Unternehmen können sich für einzelne Gebäudetypen, Fachlose oder Regionen bewerben – eine Teilnahme an allen Bereichen ist ausdrücklich nicht erforderlich. Grundlage ist eine funktionale Leistungsbeschreibung; gesucht werden integrierte Gesamtlösungen.

Blick zurück: Die Geschichte der Rahmenvereinbarungen

Das serielle und modulare Bauen hat in Deutschland bereits eine Entwicklungsgeschichte. Die erste Rahmenvereinbarung startete 2018 als Maßnahme aus dem Bündnis bezahlbarer Wohnraum und lief planmäßig im Mai 2023 nach fünf Jahren aus. Damals wurden neun Modellgebäude ausgewählt, für die Kosten zwischen 2.000 und 3.200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche lagen – laut GdW unterhalb der durchschnittlichen Herstellungskosten für Mehrfamilienhäuser in Deutschland.

Im Oktober 2023 folgte die Rahmenvereinbarung 2.0 mit Konzepten von ausgewählten Anbietern, die ebenfalls im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens ermittelt wurden. Die Angebote reichen dabei von Holzbau über Stahlbeton bis hin zu Hybridbauweisen. Die Preisspanne für Modellgebäude liegt zwischen 2.370 und 4.370 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, der Medianwert bei rund 3.200 Euro. Die Preise sind auf fünf Jahre festgeschrieben und dürfen nur auf Basis festgelegter Material- oder Baupreisindizes angepasst werden. Auch Mengeneffekte sollen zusätzliche Einsparungen ermöglichen.

Weitere Informationen zur Rahmenvereinbarung 2.0 inklusive Bieterliste finden Sie auf der Website des GdW.

Was bedeutet das für Immobilieneigentümer in der Pfalz und Rheinhessen?

Die Entwicklung hin zum seriellen Sanieren ist kein abstraktes Branchenthema – sie betrifft jeden, der eine Immobilie besitzt oder verkaufen möchte. Denn der energetische Zustand eines Gebäudes ist heute ein zentraler Wertfaktor. Immobilien mit schlechter Energiebilanz sind schwieriger zu vermarkten, während sanierte Objekte deutlich attraktiver für Käufer und Investoren sind.

Wählen Sie den Weg, der zu Ihnen passt: Ob Sie Ihre Immobilie schnell verkaufen oder mit professioneller Unterstützung optimal am Markt platzieren möchten – bei Effenzio finden Sie 100% Zuverlässigkeit und persönliche Beratung. Unser Netzwerk und unsere regionale Expertise im Großraum Pfalz und Rheinhessen ermöglichen es uns, Ihnen maßgeschneiderte Lösungen anzubieten, die den aktuellen Marktentwicklungen Rechnung tragen.

Fazit: Serielles Sanieren als Chance – für den Markt und für Eigentümer

Die neue Rahmenvereinbarung SerSan 1.0 ist ein wichtiger Schritt, um die energetische Sanierung in Deutschland vom Einzelprojekt zum Standard zu machen. Standardisierte Prozesse, industrielle Vorfertigung und ein Marktvolumen, das bis 2045 auf 500 Milliarden Euro anwachsen könnte, zeigen: Die Transformation des Gebäudebestands ist in vollem Gange.

Für Immobilieneigentümer bedeutet das: Der energetische Zustand Ihrer Immobilie wird künftig noch stärker über Wert und Vermarktbarkeit entscheiden. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sich professionell beraten zu lassen. Zwei Wege – ein sicheres Ziel: Ob Direktverkauf oder klassische Vermarktung über einen erfahrenen Makler – Effenzio steht Ihnen als verlässlicher Partner zur Seite.

Häufig gestellte Fragen

Was ist serielles Sanieren?

Serielles Sanieren bezeichnet die Sanierung von Gebäuden durch standardisierte Prozesse und industriell vorgefertigte Bauteile – zum Beispiel Fassadenelemente. Dadurch können Sanierungen schneller und kosteneffizienter umgesetzt werden als bei klassischen Einzelmaßnahmen.

Was ist die Rahmenvereinbarung „Serielles Sanieren 1.0″ (SerSan 1.0)?

SerSan 1.0 ist eine europaweite Ausschreibung, die GdW, HDB und Dena gemeinsam gestartet haben. Ziel ist es, verlässliche und strukturierte Sanierungsprozesse für Wohnungsunternehmen zu schaffen und den Markt für serielle Sanierungslösungen zu skalieren. Die Ausschreibung umfasst vier Regionen und vier Fachlose, darunter verschiedene Effizienzhausniveaus.

Welche Kosten sind beim seriellen und modularen Bauen zu erwarten?

Im Rahmen der Rahmenvereinbarung 2.0 für serielles und modulares Bauen liegt die Preisspanne zwischen 2.370 und 4.370 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, der Medianwert bei rund 3.200 Euro. Die Preise sind auf fünf Jahre festgeschrieben.

Warum ist serielles Sanieren für Immobilieneigentümer relevant?

Der energetische Zustand einer Immobilie beeinflusst ihren Marktwert erheblich. Seriell sanierte Gebäude sind für Käufer und Investoren attraktiver. Eigentümer, die frühzeitig handeln, können den Wert ihrer Immobilie langfristig sichern und steigern.

Wie groß ist das wirtschaftliche Potenzial des seriellen Sanierens?

Laut Dena-Experte Nico Gorsler wurden bislang zwei Milliarden Euro im Bereich serielles Sanieren umgesetzt. Bis 2045 könnte das Marktvolumen auf 500 Milliarden Euro anwachsen – mit positiven Auswirkungen auf Arbeitsmarkt, Mittelstand und ganze Regionen.

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