Das GModG erlaubt fossile Heizungen wieder – doch Experten warnen: Gasheizungen werden bis 2040 fast doppelt so teuer. Was Eigentümer jetzt wissen müssen.
Mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) sind fossile Heizungen unter bestimmten Bedingungen wieder erlaubt. Für viele Eigentümer klingt das zunächst nach Erleichterung: Eine neue Gasheizung ist in der Anschaffung oft günstiger als eine Wärmepumpe. Doch dieser erste Eindruck täuscht – und wer jetzt eine Entscheidung über seinen Heizungstausch trifft, sollte die langfristigen Kosten kennen.
Als Ihr Partner im Großraum Pfalz und Rheinhessen beobachten wir bei Effenzio Immobilienentwicklung GmbH genau, welche gesetzlichen Entwicklungen den Immobilienmarkt und den Wert von Bestandsimmobilien beeinflussen. Das GModG ist dabei ein Thema, das Vermieter und Eigentümer gleichermaßen betrifft – schnell, sicher und stressfrei informiert zu sein, kann hier bares Geld sparen.
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat die Kosten neu eingebauter Gasheizungen für eine typische teilsanierte Altbauwohnung in einem Mehrfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 10.000 Kilowattstunden berechnet – und das Ergebnis ist selbst im Durchschnittsszenario deutlich: Die jährlichen Kosten verdoppeln sich nahezu, von rund 1.080 Euro im Jahr 2026 auf 1.952 Euro im Jahr 2040.
Wer sich heute für eine neue Gasheizung entscheidet, trifft also keine günstige Langzeitentscheidung. Kompetenz trifft Klarheit: Die Zahlen zeigen, dass der günstige Anschaffungspreis durch steigende Betriebskosten weit überkompensiert wird. Beim Einbau einer Wärmepumpe hingegen würden die Kosten über Jahre weitgehend stabil bleiben.
Die IW-Analyse benennt drei konkrete Faktoren, die die Kosten fossiler Heizungen unter dem neuen Gesetz in die Höhe treiben:
IW-Experte Ralph Henger bringt es auf den Punkt: „Die Politik verkauft das neue Heizungsgesetz als Freiheit im Heizungskeller – ohne Mehrkosten. Das ist irreführend. Wer sich für eine neue Gasheizung entscheidet, zahlt am Ende drauf: Vermieter wie Mieter.“
Die neue gesetzliche Regelung hebt die frühere Vorgabe auf, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Diese Wahlfreiheit hat laut den Ökonomen jedoch ihren Preis: Die Folgekosten fossiler Heizungen steigen, und die Kostenverteilung zwischen Vermietern und Mietern wird deutlich komplexer.
Zu einem ähnlichen Befund kommt eine Kurzstudie des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM, erstellt im Auftrag des Umweltinstituts München und von Gaswende. Die Forscher kommen zu dem Schluss: Auch unter dem neuen Heizungsgesetz werden Gasnetze in Wohngebieten spätestens 2045 großflächig stillgelegt werden. Energieversorger könnten unter realistischen Bedingungen dann keine wettbewerbsfähigen Gaspreise mehr anbieten.
Die Begründung: Weil ein Großteil der Haushalte zu Wärmepumpen oder Wärmenetzen wechselt, funktioniert für verbleibende Gaskunden der Umstieg auf Biogas nicht mehr. Gasnetzbetreiber ohne ausreichend Kunden müssten das Geschäft einstellen. Steigende Gaspreise ließen sich nicht unbegrenzt auf die Kunden umlegen.
Till Irmisch, Referent für Energiepolitik am Münchener Umweltinstitut, fasst zusammen: „Die Studie zeigt, dass die Kombination aus teurem Biogas und immer höheren Netzentgelten für die meisten Menschen nicht bezahlbar sein wird. Die Grüngasquote und die Biotreppe führen deshalb ins Nichts.“
Für Eigentümer und Vermieter im Großraum Pfalz und Rheinhessen ergibt sich daraus eine klare Handlungsempfehlung: Wer heute eine Heizungsentscheidung trifft, sollte nicht nur den Anschaffungspreis, sondern die Gesamtkosten über die nächsten 15 bis 20 Jahre im Blick haben. Eine Gasheizung, die 2026 günstiger erscheint, kann bis 2040 zur deutlich teureren Lösung werden – und das wirkt sich direkt auf die Rentabilität einer Immobilie aus.
Darüber hinaus stellt die steigende Kostenbelastung Vermieter vor neue Herausforderungen bei der Nebenkostenabrechnung und der Mietkalkulation. Wer seine Immobilie verkaufen möchte, sollte wissen: Der Energiestandard und die Heizungsanlage sind zunehmend wertbestimmende Faktoren, die Käufer und Investoren genau prüfen.
Ob Sie als Eigentümer Ihre Immobilie im aktuellen Marktumfeld verkaufen oder gezielt sanieren und aufwerten möchten – bei Effenzio Immobilienentwicklung GmbH finden Sie den passenden Weg. Wählen Sie den Weg, der zu Ihnen passt: entweder den direkten Verkauf Ihrer Immobilie an Effenzio oder die professionelle Maklerbegleitung mit maßgeschneiderten Vermarktungskonzepten. Beides kombiniert Effenzio mit regionalem Know-how und einem starken Netzwerk – für 100% Zuverlässigkeit in jeder Phase des Verkaufsprozesses.
Was ist das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG)?
Das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) erlaubt fossile Heizungen unter bestimmten Bedingungen wieder. Es hebt die frühere Vorgabe auf, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Stattdessen schreibt es eine schrittweise Beimischung klimafreundlicher Gase vor.
Warum werden Gasheizungen nach dem GModG langfristig teurer?
Laut Modellrechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) steigen die jährlichen Kosten einer Gasheizung für eine typische Altbauwohnung von rund 1.080 Euro im Jahr 2026 auf 1.952 Euro im Jahr 2040. Die Haupttreiber sind die Pflicht zur Beimischung teurer Biogase, steigende Gasnetzentgelte und wachsende CO2-Preise.
Was besagt die Fraunhofer-IFAM-Studie zum Thema Gasnetze?
Die Kurzstudie des Fraunhofer-Instituts IFAM kommt zu dem Ergebnis, dass Gasnetze in Wohngebieten spätestens 2045 großflächig stillgelegt werden. Weil immer mehr Haushalte auf Wärmepumpen oder Fernwärme umsteigen, können Gasnetzbetreiber keine wettbewerbsfähigen Preise mehr anbieten.
Was bedeutet die Biotreppe für Gasheizungsbesitzer?
Die Biotreppe verpflichtet Betreiber fossiler Heizungen, ab 2029 mindestens zehn Prozent und bis 2040 bis zu 60 Prozent klimafreundliche Gase wie Biomethan zu nutzen. Da diese Ressourcen knapp und teuer sind, steigen die Heizkosten entsprechend stark an.
Welchen Einfluss hat die Heizungsanlage auf den Immobilienwert?
Der Energiestandard und die Art der Heizungsanlage werden zunehmend zu wertbestimmenden Faktoren bei Immobilientransaktionen. Käufer und Investoren prüfen diese Aspekte genau. Eine veraltete oder kostenintensive Heizungsanlage kann den erzielbaren Verkaufspreis beeinflussen.
Sie besitzen eine Immobilie im Großraum Pfalz oder Rheinhessen und fragen sich, wie sich aktuelle gesetzliche Entwicklungen auf deren Wert auswirken? Wir beraten Sie persönlich – schnell, sicher, stressfrei. Nehmen Sie jetzt Kontakt zu Effenzio auf und erfahren Sie, welcher Weg für Sie der richtige ist.
Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.