Baugenehmigung in 60 Stunden – wie das gelingt, zeigt Jan Phillip Unger. Erfahren Sie, welche Strategie hinter dem Erfolg steckt und was das für Ihren…
Eine Baugenehmigung in 60 Stunden – das klingt nach einem Märchen aus einer Welt, in der Behörden reibungslos funktionieren und Anträge sofort bearbeitet werden. Doch genau das ist Jan Phillip Unger beim Umbau eines Mehrfamilienhauses in Hamburg gelungen. Kein Zufall, kein Glück – sondern das Ergebnis konsequenter, strukturierter Vorbereitung. Was steckt dahinter, und was bedeutet das für alle, die eine Immobilie entwickeln, umbauen oder aufstocken wollen? Wir schauen genauer hin – und zeigen, wie Kompetenz trifft Klarheit auch in Ihrer Immobilienstrategie wirken kann.
Jan Phillip Unger, der im L’Immo-Podcast mit Host Jörg Seifert über seinen Ansatz sprach, macht keinen Hehl daraus: Der entscheidende Schritt passiert lange vor dem eigentlichen Antrag. In Hamburg nutzte er die Möglichkeit einer sogenannten Antragskonferenz, bei der alle zuständigen Ämter zusammenkommen. Dort skizziert man das Vorhaben und erfährt frühzeitig, welche Gutachten benötigt werden und ob der vorgesehene Gutachter den Anforderungen der Behörde entspricht.
Der nächste Schritt: die Wahl des richtigen Verfahrens. Für das Hamburger Projekt entschied sich Unger für das vereinfachte Verfahren – schneller in der Bearbeitung, weil der Prüfaufwand der Behörde schlanker ist, dafür trägt der Bauherr mehr Eigenverantwortung. Erst wenn intern alles vollständig und widerspruchsfrei ist, wird eingereicht. Zur Qualitätssicherung arbeitet das Team mit einer Excel-Tabelle und einem Ampelsystem. Der Anspruch: perfekt abgeben. Denn auch der beste Behördenmitarbeiter kann keinen positiven Bescheid ausstellen, wenn die Entscheidungsreife fehlt.
Viele in der Immobilienbranche klagen über Behörden als Bremser. Unger sieht das anders – und seine Perspektive ist erhellend. Ein Behördenmitarbeiter, der eine unvollständige oder widersprüchliche Akte auf dem Tisch hat, kann gar nicht anders als nachfragen oder ablehnen. Das ist sein Job. Die eigentliche Frage lautet also nicht: Warum bremst die Behörde? Sondern: Was tun wir als Antragsteller, um ihr das Entscheiden zu ermöglichen?
Wer mit schlechten Unterlagen einreicht und dann über lange Bearbeitungszeiten klagt, sollte die Ursache zunächst im eigenen Vorgehen suchen. Das klingt direkt – ist aber eine wichtige Erkenntnis. Ein großer Teil der Verzögerungen in der Branche ist hausgemacht. Natürlich steigt mit der Projektkomplexität auch der Abstimmungsbedarf: Je größer das Vorhaben, desto mehr Positionen der Behörde müssen vorab eingefangen und abgestimmt werden, bevor der Antrag überhaupt gestellt wird.
Neben dem Thema Genehmigungen spricht Unger im Interview auch über die Spezialmaterie Nachverdichtung und Aufstockung – ein Bereich, der auf den ersten Blick wie eine einfache Erweiterung wirkt, in der Praxis aber erhebliche Tiefe erfordert.
Der erste Schritt bei jeder Aufstockung ist laut Unger ein Bodengutachten. Die zentrale Frage: Tragen die vorhandenen Fundamente überhaupt das zusätzliche Gewicht? Parallel werden alte Statikunterlagen geprüft und ein Statiker hinzugezogen – bevor auch nur ein Euro in die Planung fließt. Bei Nachverdichtung durch Anbau kommen weitere Schnittstellenthemen hinzu, die beim Neubau auf der grünen Wiese keine Rolle spielen: Wie interagieren alte und neue Baustoffe? Wie wird Haustechnik in einen Bestandsbau aus den 1960er-Jahren integriert?
Und dann stellt sich eine Grundsatzfrage, die man sich ehrlich beantworten muss: Lohnt sich die Aufstockung wirtschaftlich wirklich – oder wäre Abriss und Neubau die sauberere Lösung? Wer diese Frage nicht früh klärt, läuft in ein Projekt hinein, das sich am Ende nicht rechnet.
Die Erkenntnisse aus Ungers Praxis sind nicht nur für Projektentwickler relevant. Auch wer als Eigentümer eine Immobilie umbaut, aufstockt oder verkaufen möchte, profitiert von einem strukturierten Blick auf Genehmigungsverfahren und Projektrisiken. Vollständige Unterlagen, frühe Behördenabstimmung und eine klare Wirtschaftlichkeitsprüfung – das sind keine Luxusthemen, sondern Grundvoraussetzungen für ein erfolgreiches Vorhaben.
Genau hier setzt auch Effenzio Immobilienentwicklung GmbH an. Als erfahrener Partner im Großraum Pfalz und Rheinhessen begleiten wir Eigentümer schnell, sicher, stressfrei – ob beim Verkauf, bei der Bewertung oder bei der Einschätzung von Entwicklungspotenzialen. Wählen Sie den Weg, der zu Ihnen passt: direkter Verkauf an Effenzio oder klassische Vermarktung mit Maklerunterstützung. Zwei Wege – ein sicheres Ziel.
Wie konnte eine Baugenehmigung in 60 Stunden erreicht werden?
Laut Jan Phillip Unger war der entscheidende Faktor nicht die Einreichung selbst, sondern die intensive Vorbereitung davor. Durch frühzeitige Abstimmung mit der Behörde, die Wahl des vereinfachten Verfahrens und die Einreichung vollständiger, widerspruchsfreier Unterlagen konnte der Bescheid in Hamburg innerhalb von 60 Stunden erteilt werden.
Was ist eine Antragskonferenz und wozu dient sie?
Eine Antragskonferenz ist – zumindest in Hamburg – eine Möglichkeit, vor der formellen Einreichung mit allen zuständigen Ämtern zusammenzukommen. Dabei skizziert der Antragsteller sein Vorhaben und erhält früh Hinweise darauf, welche Gutachten benötigt werden und welche Anforderungen zu erfüllen sind.
Warum dauern Baugenehmigungen in der Praxis oft so lange?
Jan Phillip Unger sieht einen wesentlichen Grund in unvollständigen oder widersprüchlichen Antragsunterlagen. Ein Behördenmitarbeiter, der keine entscheidungsreife Akte vor sich hat, kann keinen positiven Bescheid erteilen. Viele Verzögerungen entstehen also auf Seiten der Antragsteller – nicht zwingend bei der Behörde.
Was muss ich vor einer Aufstockung prüfen?
Vor jeder Aufstockung sollte zunächst ein Bodengutachten eingeholt und die alten Statikunterlagen geprüft werden. Ein Statiker sollte frühzeitig eingebunden werden, um die grundsätzliche Machbarkeit zu klären – bevor Planungskosten entstehen. Außerdem ist eine Wirtschaftlichkeitsprüfung essenziell: Manchmal ist Abriss und Neubau die wirtschaftlich sinnvollere Alternative.
Was bedeutet das vereinfachte Genehmigungsverfahren?
Das vereinfachte Verfahren ist schneller, weil der Prüfaufwand der Behörde geringer ist. Im Gegenzug trägt der Bauherr mehr Eigenverantwortung für die Vollständigkeit und Rechtmäßigkeit seiner Unterlagen. Es eignet sich für bestimmte Projekttypen und erfordert eine besonders sorgfältige Vorbereitung.
Sie denken über den Verkauf, die Entwicklung oder die Umstrukturierung Ihrer Immobilie nach? Effenzio begleitet Sie mit 100% Zuverlässigkeit – von der ersten Einschätzung bis zum erfolgreichen Abschluss. Kontaktieren Sie uns jetzt und erfahren Sie, welcher Weg für Sie der richtige ist: effenzio.com
Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.